KanadierDie Geschichte der Wood/Canvas Canoes beginnt eigentlich vor etwa 130 Jahren im Nordosten der heutigen USA, wo weiße Bootsbauer die ausgefeilten Formen der indianischen Birkenrindenkanus übernahmen, deren Bauweise jedoch veränderten. Über einer kompakten Holzform wurden zuerst Spanten (Rippen) gebogen. Auf diese nagelte man anschließend dünne Planken. Anstelle der Birkenrinde wurden die Kanadier mit robustem Canvas überzogen. Die Kombination von Fahreigenschaften, Funktionalität und Ästhetik machen diese Boote unvergleichlich. Entgegen vieler Vorurteile sind sie sehr robust. Die Flexibilität des Holzrumpfes ist ein Vorteil gegenüber anderen Materialien. Dadurch sind Kanadier in dieser Bauweise wesentlich belastbarer. Die Leinwand ist lediglich aufgespannt, kann sich gegen die Bootswand verschieben und darum bei Stößen nachgeben. Sollte die Leinwand doch einmal reißen, kann man sie relativ leicht reparieren. Die meisten Modelle haben deutliche Bezüge zu traditioneller Formen, da diese sich über einen langen Zeitraum bewährt haben. Jedes Design stand im Verlauf der Entwicklung im engen Zusammenhang zur Nutzung und den vorgefundenen Besonderheiten der Region. Ich benutze für meine Kanadier einheimische Esche für Steven,
Spanten, Duchten und Decks und Fichte als Beplankung. Für die Spanten
eignet sich auch Fichte, die den Bootsrumpf steifer macht als das elastische
Eschenholz. Das Material für die Bespannung ist 400g/m² schwere
Leinwand aus reiner Baumwolle, die mit einem Füllstoff auf Leinölbasis
imprägniert wird. Das Holz im Innenraum wird mit hochwertigem,
kaltgepresstem Leinöl oder Tungöl behandelt. Für den
Anstrich der Außenhaut sind Naturölfarbe oder spezielle Bootsfarben
auf Alkydharzbasis geeignet. Hierbei sind verschiedene Standardfarben
erhältlich. |
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